Nick Pohl
Der Erbauer

Nick Pohl


Ich bin ein junger Instrumentenbauer in Bayern – zuerst Gitarrist und Banjospieler, dann erst Erbauer. Ich baue Banjos, weil ich nicht aufhören konnte, darüber nachzudenken, wie sie gebaut werden – und weil die alte Musik, zu der sie gehören, es wert ist, lebendig gehalten zu werden.

Philosophie

Zum Bauen kam ich auf dem langen Weg – über das Spielen. Jahre an der Gitarre, dann ein Banjo, das mir in die Hände fiel und sie nie wieder ganz verließ. Je mehr ich spielte, desto mehr wollte ich das Ding selbst verstehen: warum ein Kessel singt und ein anderer nur spricht, was ein Naturfell kann, das ein Plastikfell nicht kann, wie ein Hals liegen muss, damit die Hand ihn vergisst.

Also fing ich an zu bauen. Langsam, am Anfang schlecht, dann besser. Ich las die alten Bücher, nahm Instrumente auseinander und trieb meine Werkstattnachbarn mit Fragen in den Wahnsinn. Was ich herausfand: Ein Banjo ist eine ehrliche Maschine. Es gibt kein Verstecken. Jede Entscheidung – das Holz, der Ring, das Fell, der Halswinkel – man hört sie. Diese Ehrlichkeit hält mich an der Werkbank.

Ich will nicht das lauteste oder auffälligste Banjo bauen. Ich will das bauen, nach dem du in vierzig Jahren noch greifst.

Eine Schuld an die Berge

Vieles von der Musik, die ich liebe, kam aus den Appalachen herauf, und ich kehre immer wieder dorthin zurück – vor allem nach West Virginia, wo die Hügel und die Melodien zusammenzugehören scheinen. Ich habe dort auf Veranden gesessen und Menschen Musik spielen hören, die ihre Großeltern spielten, auf Instrumenten, die ihre Großeltern bauten. Das ist die Tradition, in der ich mir einen kleinen Platz verdienen möchte: Instrumente, geduldig und von Hand gemacht, die den Erbauer überdauern und weitergegeben werden sollen.

Jedes Banjo, das ich baue, trägt ein wenig davon in sich. Nicht als Dekoration – als Absicht.

— Nick

Woran ich festhalte

Woran ich festhalte


Von einem Paar Hände gebaut

Kein Fließband. Ich drehe die Kessel, schnitze die Hälse, spanne die Felle und stelle jedes Banjo selbst ein – vom rohen Brett bis zur ersten Stimmung.

In der Tradition verwurzelt

Ich lerne von den alten Erbauern und den alten Spielern. Die Formen, die funktionieren, funktionieren seit hundert Jahren – ich vervollkommne sie lieber, als sie neu zu erfinden.

Ehrliche Materialien

Massive Klanghölzer, echtes Fell, Beschläge, die halten. Nichts versteckt, nichts vorgetäuscht, so verarbeitet, dass man das Holz fühlt und nicht nur sieht.

Zum Spielen gebaut

Ein Banjo ist kein Schmuckstück. Jedes Instrument verlässt die Werkbank eingestellt, gestimmt und bereit für ein Leben voller Musik.

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Du hast etwas im Kopf?

Erbholz, ein bestimmter Ton, eine Gravur, die dir etwas bedeutet – bring es an die Werkbank, und wir bauen es gemeinsam.